Höfen


Die Gemeinde Höfen war einst Teil der Großgemeinde Aschau, die bis 1608
sowohl Pfarre, wie auch Gericht und Gemeinde darstellte.
Teile von Aschau waren: Höfen, Lech (Lechaschau), Weissenbach, Wängle, und Vorderhornbach.
Seit Meinhard II. bestand ein starkes Naheverhältnis zu Tirol, wobei die Gerichtsbarkeit und die Grundherrschaft vom Stift St. Mang in Füssen ausgeübt wurde.
1427 wird Höfen in einem Feuerstättenverzeichnis erstmals erwähnt.
1461 wurde durch Herzog Sigismund den Aschauern derselbe Status wie dem restlichen Tirol verliehen. 12 Höfe in Höfen waren dem Stift Mang abgabenpflichtig.
1610 erwarb Erzherzog Maximilian II. die Ländereien des Stiftes in dessen Folge sich die Großgemeinde Aschau auflöste.
Neben der Landwirtschaft bildete der Transit die wichtigste Lebensgrundlage in der Gemeinde. Neben den Servicebetrieben, wie Schmied Wagner etc., bildete die Rod eine ansehnliche Quelle von Einnahmen. Die Rod bedeutet den Transport von Waren zwischen 2 Stationen, der im Monopol der Bewohner des Gebietes lag. Die Fuhrleute nannte man nach dem Namen des Transportwesens Rodleute. Nicht nur über Land wurden Waren transportiert, auch der Lech bildete eine Transportroute bis Augsburg, wobei die Aschauer v.a. aber die Höfener diesen Transport in dieser Region innehatten.
Daneben bildete die Ziegel und Kalkherstellung einen wichtigen Teil der Einnahmen. In späterer Zeit errangen die Höfener einen Ruf als ausgezeichnete Mauerer und Stuckateure, welche im gesamten süddeutschen Raum im Einsatz waren.
1611 und 1635 wurde Höfen von einer Pestepedemie heimgesucht und während des 30jährigen Krieges von den Schweden verwüstet.
1740 ist erstmals ein Unterricht im Bereich von Höfen nachweisbar, wobei dieser noch in der Stube eines Hofes stattfand.1831 wurde das erste Schulhaus errichtet, wobei bereits 1885 ein zweites folgte.
Trotz der vielen Möglichkeiten des Erwerbs waren viele Bewohner doch gezwungen , die Kinder als so genannte Schwabenkinder, für die Sommermonate als billige Arbeitskräfte zu verschicken.
1927 wurde der Lech im Bereich von Höfen verbaut wodurch 40ha Grund an die Bauern verteilt wurde.
Am 17.6.1956 wurde der Flugplatz eröffnet.
Einen Aufschwung im Bereich des Fremdenverkehrs brachte die Errichtung der Bergbahn auf den Hahnenkamm im Jahre 1957.

Kirchengeschichte:
Höfen war immer ein Bestandteil der Pfarre Aschau, welche heute als Pfarre Wängle bezeichnet wird. 1660 wurde in Höfen eine Holzkapelle errichtet, die jedoch bereits 30 Jahre später durch ein Feuer zerstört wurde. Das 1692 errichtete Mariahilfkirchlein erhielt im Jahre 1717 von der Augsburger Diözese die Messlizenz.1891-1896 wurde die Kirche erweitert und 2003 letztmals renoviert.

Quelle: Gemeinde Höfen www.geschichte-tirol.com